CDU-Gemeindeverband Eppertshausen

Senioren-Café der CDU: Sicherheit im Alltag im Mittelpunkt

Theatergruppe und Polizei informieren über Trickbetrug und KI-gestützte Anrufe

Die „Gut Stubb“ der Bürgerhalle in Eppertshausen war an diesem Nachmittag ausschließlich für Bürgerinnen und Bürger über 70 Jahre geöffnet. Das sorgte für eine entspannte Atmosphäre – und für ein beachtliches Bild an der Kuchentheke: Mehr als 40 selbst gebackene Kuchen standen bereit. Doch neben Kaffee und Auswahl stand ein anderes Thema im Mittelpunkt: Sicherheit im Alltag.

 

Heiko Geiter (vorn) bedankt sich im Namen der CDU bei der Theatergruppe Heiko Geiter (vorn) bedankt sich im Namen der CDU bei der Theatergruppe "Roßdörfer Spätlese". Foto: Jens Kowalski

Nahezu das gesamte CDU-Team war vor Ort – 32 Kandidatinnen und Kandidaten einschließlich der Ersatzbewerber. Sie halfen beim Service, standen an der Kuchentheke oder suchten das Gespräch mit den Gästen. CDU-Vorsitzender Michael Crößmann begrüßte die Anwesenden gemeinsam mit der Vorsitzenden der Frauen Union, Andrea Gruber. „Politik lebt vom Zuhören“, lautet ihre Botschaft.

Humor mit ernstem Hintergrund

Höhepunkt des Nachmittags war der Auftritt der Seniorentheatergruppe „Roßdörfer Spätlese“ mit ihrem Programm „Vorbeugen, Schützen, Beraten“. Unter der Leitung des ehemaligen Kriminalbeamten Karl-Heinrich Braun greift die Gruppe seit Jahren aktuelle Betrugsmaschen auf. Falsche Handwerker, Schockanrufe oder angebliche Polizeibeamte – die Szenen basieren auf realen Fällen.
Für viel Applaus sorgte ein Sketch, in dem der stellvertretende CDU-Vorsitzende und Polizeibeamter Heiko Geiter i.R. einen Kommissar spielte, der die „wachsamen Nachbarn“ befragte. Der Beitrag machte deutlich, worauf Aufmerksamkeit sich richten sollte: nicht auf alltägliche Beobachtungen, sondern auf ungewöhnliche Situationen – etwa, wenn fremde Personen Teppiche oder Wertgegenstände aus einem Haus tragen.
„Das prägt sich ein“, war aus dem Publikum zu hören.

Wenn Stimmen täuschend echt klingen

Karl-Heinrich Braun sprach zudem über eine Entwicklung, die viele überraschte: Mithilfe künstlicher Intelligenz lassen sich Stimmen inzwischen realitätsnah nachahmen. Am Telefon könne es so klingen, als melde sich ein Familienmitglied – obwohl der Anruf von Betrügern stammt. Auch die angezeigte Telefonnummer sei kein verlässlicher Beweis. Rufnummern könnten technisch manipuliert werden. Sein Rat: im Zweifel auflegen, selbst unter einer bekannten Nummer zurückrufen und sich nicht unter Druck setzen lassen.

Hinweise aus der Praxis

Mit auf dem Podium war zudem Polizeihauptkommissar Michael Becker, Schutzmann vor Ort auch für Eppertshausen von der Polizei Dieburg. Er berichtete von aktuellen Fällen im Umkreis und auch in Eppertshausen – etwa von fadenscheinigen Spendensammlern auf Supermarktparkplätzen. Im Anschluss stand er für Fragen zur Verfügung, auch im persönlichen Gespräch. 
Dass auch Profis nicht komplett gefeit sind vor Tricks der Betrüger, berichtete im Anschluss ganz offen eine Mitwirkende der Theatergruppe. Sie schilderte im Gespräch, dass mehrere Anwohner ihrer Straße, darunter auch sie selbst, erst kürzlich Opfer unseriöser Dachdecker geworden seien. Durch eine frühzeitig eingeforderte Kostenschätzung habe sie immerhin größeren Schaden durch die Dachhaie verhindern können.
Mit dem Senioren-Café verband die CDU Wahlkampf mit einem Informationsangebot zum Thema Sicherheit. Neben politischen Gesprächen blieb vor allem eine Botschaft: Aufmerksamkeit, Nachfragen und ein kurzer Moment des Innehaltens können helfen, Betrugsversuche frühzeitig zu erkennen.